Kapiert es doch endlich:
Gute Schulen und Hochschulen stechen Sportvereine, tolle Arenen und die schönsten Stadien um Längen aus in ihrer SOGWIRKUNG und ATTRAKTIVITÄT
Mir platzt der Kragen, wenn ich die in den Medien erscheinenden Kritiken anerkannter Denker und Wissenschaftler an den Mängeln unseres Bildungssystems, dem Beharrungssvermögen der Lehr- und Forschungseliten in ihren Elfenbeintürmen, der Universitätshierarchien und der Unfähigkeit zu Wandel und Innovation der Kultusministerien und der KMK-Dinos bedenke.
Ich habe die wichtigsten Kritiken aus SZ, FAZ, Die ZEIT, Spiegel u.a seit meinem ersten Fulbright-Jahr 1974/75 in Dallas,TX gesammelt und werde immer fassungsloser, seit ich sehe, daß sich auch nach fünf weiteren Jahren im Ausland und der Rückkehr aus meinen abschließenden letzten Fulbrightjahren 1994 und 1995 (Philadelphia und Haverford,PA) die Situation im Bildungswesen nicht nur nicht gebessert, sondern extrem verschlechtert hat.
Die gegenseitigen Schuldzuweisungen für die immer häßlicher werdenden Folgen der Stagnation zwischen den politisch Verantwortlichen und den leidgeprüften akademischen Institutionen sind für jeden, der in diesem System lehrt und arbeitet, entmutigend und für Karriere, Gesundheit und Ausbildungsqualität der jungen Generation und der ganzen Gesellschaft ein Disaster.
Auf der anderen Seite bietet dieser Zustand ein Bonanza für einige akademische Projektehascher, Gutachtenfetischisten, von den notorischen Quatschbudengäste der TV-Medien ganz zu schweigen. Dieses und das leidige “Umsetzungsproblem” sind eigentlich etwas für den Bundessteuerzahlerbund.
Wenn man heute als vom Staat bezahlter und geförderter Wissenschaftler und Forscher nicht darauf achtet, daß dem beantragten und bewilligtem Forschungsprojekt Umsetzung und Nachhaltigkeit ernsthaft und transparent garantiert werden - schon aus Rücksicht auf den Steuerzahler - gerät man leicht in den Verdacht des Systemmelkers.
Generell ist es eine traurige Entwicklung im Deutschland der letzten 30 bis 40 Jahre, daß sich die Universitäten für die Brennpunkte der Gesellschaft - in starkem Gegensatz zu den amerikanischen, englischen und nordeuropäischen - kaum interessieren, es sei denn es springt Bares oder leicht erkauftes Forscherprestige für den Einzelnen dabei heraus. Dabei fragt man sich bei genauem Hinsehen auf manche weithin verbreitete Forschungsergebnisse, z.B. im Fall des “Jenaer Modells der Lehrerbildung 2011” : C U I B O N O ?
Eine Sogwirkung für die Bürgerschaft oder die städtische Umgebung der Hochschulen, für spendenfreudige Alumnen, auf ausländische Studenten und Professoren oder für anspruchsvolle Indutrieansiedlungen kann man mit völliger Konturenlosigkeit und blauem Dunst nicht erreichen.
Bloß nicht hinabsteigen in die “Niederungen” der gesellschaftlichen Realitäten, in die prestige-arme politische Bildungswelt, schon gar nicht in die prestige-schädlichen Niederungen um Kinder, Kitas, deren Erziehungspersonal, Schulen, Lehrerausbildung, ausländische oder zugewanderte Schüler und Studenten ( ein beschämendes Provisorium, mit dem wir diese Studenten in die Uni und die Gesellschaft seit Jahrzehnten zu integrieren versuchen).
Ausgleich für die psychische Belastung der Studenten durch nachhaltige Kultur- und Sportangebote - Fehlanzeige.
Aber dann: Widerstandslose Aufgabe der Humboldtschen Universität zu Gunsten eines Torsos; denn da man die Resourcen nicht aufbringen will, hat man die zweite Hälfte der amerikanischen Universitätsidee, die systemische sportliche-kulturelle Konstituente zynischerweise weggelassen.
Führende patriotisch denkende Wirtschaftsexperten und Professoren wie Scheer (jetzt Software AG), Plattner (SAP), Hirschi und eben erst Kollege Müller-Erstel aus Frankfurt (SZ Mai 23, 2012) fordern deshalb mit Nachdruck die Abschaffung des Beamtentums im gesamten Bildungsbereich, damit sie selbst frei von staatlicher Bevormundung und unabhängig von äußerst mittelmäßigen Institutionen und deren hirnloser Bürokratie die Gestaltung der Bildungsstrukturen in die Hand nehmen können. Sie fordern sofortige Maßnahmen für eine Stiftungskultur. die den Namen verdient, eine Stipendienkultur, die die Studierenden erreicht und die besten ausländischen Wissenschaftler an die Unis lockt, eine bildungs- und kulturpolitische Offensive, die die Universitäten als DIE HEFE, DEN KRISTALLISATIONSPUNKT der bürgerschaftlichen Entwicklung darstellt.
Wenn es aber den Partei-Taktikern und Provinz-Fürsten aus der Politk gelingt, für Stadionneubauten ( wie in Erfurt und Jena nach dem Beispiel des Stadionneubaus Essen) weitere Millionen und Milliarden vom Steuerzahler zu erpressen, die Erhaltung aller Provinztheater und Konzerthallen für unverzichtbar zu erklären, dann wird dies zur noch stärkeren Marginalisierung der Hochschulen führen. Die Studenten werden noch weniger Möglichkeiten erhalten, ihre kreativen Fähigkeiten in Kultur und Sport zu zeigen und zu üben für die eigene Karriere.
Die Sogwirkung (Lieblingsbegriff der polit. Rattenfänger) der jedes Jahr bankrotten und um Steuergelder bettelnden Clubs CZ Jena, RW Erfurt, Dynamo Dresden oder gar Hertha BSC Berlin etc... ist gleich NULL.
Die europäische Arroganz gegenüber der amerikanischen Talentförderung in Schulen und Hochschulen wegen Vernachlässigung des akademischen Ausbildung der Athleten oder Musikstudenten ist unangebracht. Man kann von den US-Universitäten vielmehr lernen, wie unsere europäische Idee der Universität in der Geschichte hinsichtlich ihrer Außenwirkung und Integrationsleistung einmal funktioniert hat.
Lange können und werden unsere jungen Menschen, deren Eltern und Familien nicht mehr warten. Hier liegt Zündstoff für Konflikte und Aufruhr der mündiger werdenden Bürger. Unsere Demokratie wird merklich schärfer und intelligenter beobachtet und die erschreckend progressive degenerative Entwicklung der sie tragenden Institutionen sticht jedem enigermaßen wachen Staatsbürger ins Auge. Die fehlende parlamentarische Sorgfalt für die Qualität der Institutionen und Unfähigkeit der Regierungen, die Qualität dieser Institutionen zu sichern oder gar zu verbessern und an die Entwicklungen anzupassen, macht uns zornig und besorgt um die Zukunft. Wenn erst die Mehrheit der Studenten erkennt, daß unter diesen Umständen ihre Zukunftschancen minimiert werden, wird es der Anfang von Chaos sein. So habe ich das, wenn auch unter anderen Vorzeichen, als Student (u.a. bei Prof. Abendroth) im Marburg und Frankfurt der späten 60er Jahre erlebt.
KULTUR und SPORT - lange als zweitrangig an den deutschen Unis angesehen - sind die wichtigsten und wirkungsvollsten sozial-integrativen Elemente. Also müssen Sport und Bewegungserziehung genauso wie Theater, Musik, Rhetorik, Tanz da angeboten werden, wo die Kinder und Jugendlichen tagsüber sind - in den Kitas, Schulen, später als Studenten tagsüber und über die langen Wochenenden - in den HOCHSCHULEN.
WAS IST ZU TUN?
Unsere Sportwissenschaftler müssen neben ihren Wissenschaftsvorhaben attraktive akademische Sportstudiengänge mit dem praktischen Ziel der Bildung und Führung von Hochschulmannschaften in einer Hochschul-Liga in den populären Sportarten und regelmäßigen Mannschaftswettbewerben gegen andere Hochschulen entwickeln.
Die in den Schulen durch Mannschaftswettbewerbe, regelmäßigen täglichen Sportunterricht und wöchentlichen teamsport zu entwickelnde Talentförderung wird damit in den Hochschulen fortgesetzt. Eine Basis für den Leistungssport wird so geschaffen. Die Vereine und Verbände sind damit von der Talentförderung weitgehend entlastet. Ihre Mannschaftswettbewerbe beziehen sich lediglich auf den Erwachsenensport. Folglich werden die steuerlichen Fördermittel und Lottogelder frei für die Talentförderung in den Bildungsinstituten und die Ausbildung der Sportlehrer und Dozenten.(http://schuelerfitness.blogspot.com).
Steuerlich geförderter Bau von Stadien und Sporthallen wird auf die Bildungseinrichtungen beschränkt - zusätzlich zu Stiftungs- und Wirtschaftsgeldern. Die Stadien und Arenen der Städte werden in den Campus der Universitäten integriert und gehen in deren Besitz über. Pofi-Vereine können das Stadion mieten.
Wenn man in einer kleinen oder mittelgroßen Stadt in den USA ins Theater oder Konzert geht, spielen dort die Studenten der colleges zusammen mit den besten der high schools, gefördert mit Stolz und Nachhaltigkeit von Stiftungen aus der Bürgerschaft und der Wirtschaft ( inkl. deutscher (!!!) Firmen wie Siemens, VW, DB etc...), mit bewundernswerter jugendlicher Dynamik.
Das Gleiche gilt für die Talentförderung und die Sportunterhaltung der Studenten, deren Familien, der Alumnen und der Bürger einer Stadt, die es gelernt haben und schätzen, sich mit ihrer Universität über deren Ausstrahlung zu identifizieren und deren Veranstaltungen regelmäßig besuchen.
Das macht die städtische Umgebung attraktiv für Investitionen und lockt junge Familien und Wissenschaftler aus allen Ländern. Ein großer Schweizer Pharmakonzern machte vor 8 Jahren bei der Auswahl des Standortes ihres europäischen Forschungszentrums die Qualität der Bildungsinstitutionen einer Großstadt zum Hauptkriterium. München gewann.
Im Kompetenzgerangel, im Behördenwirrwarr und im schwindsüchtigen Institutionswesen zu verelenden, das ist den Universitäten und der engagierten Bürgerschaft schon lange ein Graus.
Der schnelle Rückzug von Professor Peter Glotz, ehemaliger hoffnungsvoll berufener und gestarteter Gründungspräsident der Universität Erfurt drückt die fehlende Bereitschaft der hiesigen Gesellschaft und die ignorante und fatale Distanz der Politiker (und nicht nur der Provinzpolitiker) zur akademischen Welt aus. Als politisches UND wissenschaftliches Schwergewicht wußte Glotz um die Bedeutung der neuen Universitätsidee. Er kämpfte für und arbeitete daran solange, bis ihm die Provinzpolitik die Resourcen verweigerte und weitsichtigere Gesellschaftslenker aus der Schweiz ihn abwarben. Ein vielversprechender Paradigmenwechsel wurde damit zurückgenommen.
Heute setzt die politische Führung Erfurts und Thüringens wieder auf die bestenfalls drittklassige, von den Bürgern vermeintlich höher geschätzte Attraktivität einer zweifelhaften Fußballmonokultur und beschließt einstimmig (!) den Bau neuer Stadien mit Steuergeldern. Weder von den Universitäten noch von der Wirtschaft ist Protest zu hören - leichtes Spiel also für die Populisten aus der Politik. Dabei gibt es gottseidank und mit wachsender Tendenz Gegenbeispiele in Deutschland: Die RhWTH in Aachen, die TU Karlsruhe, die Uni Heidelberg und die Unis in Berlin haben die dortigen Fußballclubs an Sogwirkung weit überholt. Das Ruhrgebiet verliert trotz Schalke, Dortmund, Düsseldorf und des mit einer dreistelligen Millionenzahl erstellten Stadionneubaus in Essen an Attraktiviät. Dagegen gewinnen Folkwang in Essen und das Opernhaus in Bochum z.B. an Ausstrahlung.
Deshalb hier meine Vision für einen Paradigmenwechsel, zunächst mit der Betonung auf Sport in Bildung und Gesellschaft:
DIE UNIVERSITÄT JENA UND DIE NEUE SPORTLICHE PERSPEKTIVE -
exemplarisch ausgewählt als für eine Transformation überschaubare Region Thüringens
Die Gründung einer
a) regionalen Schul-Basketball-Liga, TSBL für zunächst die Gymnasien der Region Erfurt, Jena, Weimar, Ilmenau und
b) einer sukzessiv auszubauenden akademischen Basketball-Liga TABL oder THBL für die TU Ilmenau, FSU und Fachhochschule Jena, UNI und Fachhochschule Erfurt, Bauhaus-Uni Weimar
unter der Führung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in Zusammenarbeit mit den anderen Hochschulen der genannten Region.
Die Bauhaus-Universität Weimar und die Musikhochschule Weimar übernehmen die Gestaltung einer ähnlichen Initiative für die ebenso vernachlässigte kulturelle Konstituente der Schulen und Hochschulen der o.g. exemplarischen Region. Die Theater und Konzerthäuser der Region werden von den Studenten bespielt und von den Hochschulen verwaltet. Das DNT behält natürlich seine Sonderstellung. Die jugend- und akademiefernen oder gar -feindlichen Verwaltungsbeamten der Städte in den Sportämtern, Jugendämtern, Schulämtern, Schulverwaltungsämtern etc...) werden zu Angestellten und Managern der Bildungsinstitute umgeschult und beziehen ihre Arbeitsplätze in den Schulen und Hochschulen, also vor Ort.
Die traditionellen Orchestermusiker und Schauspieler (bisher schlecht bezahlte Hauptberufler) der Klein- und Mittelstädte der Region werden als unverzichtbare Lehrer, Dozenten und Experten fürs management in den Unterrichtsbetrieb der Schulen und Hochschulen integriert). Das Land unterstützt den Paradigmenwechsel mit einer garantierten Kopfpauschale für Schüler und Studenten. Wirtschaft und Stiftungen beteiligen sich an der Finanzierung nachhaltig.
Damit könnten wir täglichen Sportunterricht als Vorausetzung für die Findung der Begabungen und Interessenten für Basketball (z.B.) und mehrmals in der Woche stattfindendes Mannschaftstraining für die Mannschaften (m/w) begründen. Die anderen Sportarten, vor allem Ballsportarten wie VB, FB, HB und Softball werden dem Beispiel mit Sicherheit folgen wollen. Ähnliches gilt für die kulturellen Leistungsangebote der Bildungsinstitute im Laufe der Zeit.
Danach würden wir regelmäßige Mannschaftswettbewerbe und Schul-Liga- und schließlich Hochschul-Liga-Wettbewerbe einmal pro Woche starten können.
Der Bayerische Basketballverband, einige CEOs der Thüringer Wirtschaft, einige Elternsprecher von Gymnasien und Sportärzte in Weimar und Erfurt, besonders meine eigenen Studenten aus meiner Dienstzeit an der Uni Jena haben mich immer wieder dazu ermutigt, fasziniert von meinen Vorträgen zu der Bedeutung von Sport und Kultur an den amerikanischen Universitäten, deren Sogwirkung und Ausstrahlung auf die akademischen und politischen Gemeinden.
Die Studenten werden über den Weg meiner Initiative regelmäßig informiert.
Dem Bundesausschuß für Sport und einigen Wirtschaftsgremien liegen meine Ideen in der ausführlichen Variante vor. Herr E. Gienger, MdB und Frau D. Freitag, MdB, als Sportausschußmitglieder haben mir in persönlichen, aber mit Mutlosigkeit und Ausflüchten in die Kompetenzlage gekennzeichneten Schreiben abschlägig geantwortet. Kollege Gebauer (FU Berlin) teilt meine Meinung, daß Sport dahin gehört, wo die Kinder und Jugendlichen tagsüber sind, verurteilt die Gutscheinaktion der Bundesregierung und kritisiert die o.g. MdB´s als zu sehr auf Spitzensport und glamoröse Sportveranstaltungen fixiert. Die Vize-Präsidentin des DOSB, Gudrun Doll-Tepper (FU Berlin) hat mir einen Funktionär des DOSB zum Verhandeln geschickt. Ebenso veranlaßten Herr Sperscheider und Herr Haupt (KM Thüringen und KM Sachsen) ein Gespräch zwischen einem ihrer Sportreferenten und mir: meine Intiative sei unausführbar und ich solle doch wenigstens “das Bißchen” (so der Sportref. wörtlich), was man hiezulande den Jugendlichen und Studenten sportlich und kulturell in Schule und Hochschule bieten könne, schätzen und erhalten helfen - sancta simplicitas.
Einige meiner Adressaten ignorieren bis die Aufforderung zum Engagement für den Paradigmenwechsel. Ich vermute als Gründe gezieltes Totschweigen, Feigheit und fehlender Patriotismus.
Ich bin gespannt auf Ihre Reaktion und lege Ihnen gerne meinen ausführlichen Plan zum Paradigmenwechsel vor. Die Antworten anderer Mitglieder des Sportausschusses des Bundestages in Berlin sind teilweise sehr ermutigend und zustimmend (Grüne, Linke).
Mit freundlichen Grüssen
Heiner Garg
P.S.:
US-Sportwissenschaftler waren vor der letztjährigen Frauenfußball-weltmeisterschaft in Deutschland aufgefordert worden, die Medaillenchancen der teilnehmenden Nationalteams vorauszusagen: Ein Kriterium war der Grad der akademischen Ausbildung unter den Spielerinnen einer Mannschaft. Sie sagten dem deutschen Team Platz vier - höchstens - voraus, wobei die bisherigen großen Erfolge des DFB Teams den relativ niedrigen akademischen Anteil des Teams nicht ausgleichen konnten. Die deutschen WM-Damen landeten mit Glück und Mühe und starker Unterstützung des Heimatpublikums auf Platz vier.
Meine Schlußfolgerung ist nicht, daß sie weniger gut ausgebildet oder gar weniger intelligent sind. Aber sie werden eben nur in Vereinen und im DFB-Verband ausgebildet und nicht wie alle anderen Top-Teams in Allgemeinbildenden Schulen und Colleges wie z.B. in den USA und JAPAN.
Beide kamen ins Finale! - Ein Schelm, der Böses dabei denkt!!
Und da war ja auch noch die vom DFB geliebte und trotz miserabler spielerischer und technischer Qualität ihres WM-Teams immer noch amtierende Trainerin Frau S. Neid - mit beamtenähnlicher Jobgarantie.
Können Sie sich vorstellen, zu was eine USV Jena Damenmannschaft fähig wäre, wenn sie aus den Jenaer oder benachbarten Gymnasien mit täglichem Sportunterricht, regelmäßigem täglichem FB-Training, wöchentlichen Mannschaftswettbewerben gegen andere Gymnasien entwickelt würde?
Wenn dann diese Mannschaft aus unserer FSU oder aus Nachbarhochschulen (FH Jena,Erfurt,Ilmenau,Nordhausen etc...) mit regelmäßigem Wettbwerb in einer TAFL (Thüringer Akademische Fußball Liga) sich weiterentwickeln könnte, dann hätten wir:
- keine Finanzierungsprobleme, aber volle Stadien mit Studenten, deren Eltern und Familien, Alumnen und Bürgern der Stadt mit Stolz auf ihre Uni (ohne hooligans)
- eine weitere Finazierungsquelle für die Uni,
- Teamgeist auf allen Ebenen der Uni,
- eine viel intensivere Bindung an die Uni mit emotionalem Ausgleich für die Härte des Studiums,
- eine ganz andere Alumnenkultur,
- eine andere Medien- und Sponsorenaufmerksamkeit statt beschämendes jährliches Betteln um Medienpräsenz und Sonderkonzessionen oder Steuergeldern nach dem jährlichen Vereinsbankrott (siehe in Akrützel, Das ewige Déja-vù, von Christoph Worsch). Wo bleibt eigentlich der Ruck in Deutschland???
mfg
Heiner Garg
